18.03.2026

Digitale Verpflegungsbetriebe: Warum Integration heute entscheidend ist

Gantner
  • Gemeinschaftsverpflegung

Die Digitalisierung verändert auch die Gemeinschaftsverpflegung grundlegend. Prozesse werden komplexer, Datenmengen größer und die Erwartungen an Transparenz und Effizienz steigen. Moderne Software kann hier zum entscheidenden Steuerungsinstrument werden – vorausgesetzt, Systeme arbeiten miteinander.

Wir haben mit Klaus Dittel, Produktmanager von necta.one, darüber gesprochen, welche Rolle integrierte Plattformen heute spielen und warum offene Systemlandschaften die Zukunft der Branche sind.

„Software ist heute ein aktiver Steuerungsfaktor“

In vielen Betrieben wurde Software lange vor allem zur Dokumentation genutzt. Diese Rolle hat sich deutlich verändert. "Software ist heute nicht mehr nur ein Werkzeug zur Dokumentation, sondern ein aktiver Steuerungsfaktor", erklärt Klaus Dittel. Besonders große Potenziale entstehen dort, wo Daten aus verschiedenen Bereichen zusammengeführt werden – etwa aus Einkauf, Warenwirtschaft, Produktion und Abrechnung. "In der Praxis sehen wir oft, dass genau diese Verbindung fehlt, und damit wertvolle Potenziale liegen bleiben"

Integration statt Insellösungen

Ein zentraler Punkt in vielen Projekten ist die bestehende Systemlandschaft. Kaum ein Betrieb startet bei der Digitalisierung bei null. Häufig sind bereits Kassensysteme, Ausgabesysteme, Zutrittslösungen oder Abrechnungssysteme im Einsatz. "Die Herausforderung ist, diese Systeme nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten zu lassen.", sagt Dittel. Integration sorgt dafür, dass Datenflüsse konsistent sind und Informationen zentral zusammenlaufen. Erst auf dieser gemeinsamen Grundlage können Betriebe fundierte Entscheidungen treffen "Genau an diesem Punkt entsteht der eigentliche Mehrwert."

Offene Plattformen schaffen neue Möglichkeiten

Genau an diesem Punkt setzt der Plattformansatz von necta.one an. Statt ein abgeschlossenes System zu schaffen, wurde die Lösung bewusst als offene Plattform konzipiert. Die Plattform bildet die zentrale Grundlage für Logik und Daten, während spezialisierte Systeme ihre jeweiligen Stärken gezielt einbringen können.  "So entstehen integrierte Lösungen, die den realen Betriebsalltag abbilden, ohne Kompromisse bei Funktion oder Qualität."

Digitalisierung ohne Systembruch

Ein entscheidender Vorteil dieses Ansatzes: Bestehende Lösungen müssen nicht ersetzt werden. "necta.one übernimmt die Rolle einer verbindenden Schicht zwischen Planung, Warenwirtschaft und operativen Systemen", so Dittel. Ausgabesysteme, Kassensysteme oder Abrechnungslösungen können weiterhin genutzt werden und werden gezielt angebunden. Für Betriebe bedeutet das vor allem Planungssicherheit. Es geht nicht um einen kompletten Systemwechsel, sondern um eine schrittweise und kontrollierte Weiterentwicklung der Digitalisierung.

Wenn Prozesse isoliert arbeiten

Bevor integrierte Lösungen umgesetzt werden, begegnen Projektteams häufig ähnlichen Herausforderungen. Daten liegen verteilt vor, Prozesse greifen nicht ineinander und Informationen fehlen an entscheidenden Stellen. "Der Einkauf nicht genau, was ausgegeben wurde. Controlling arbeitet mit Näherungen. Küchenleiter:innen haben wenig Zeit, Daten manuell aufzubereiten." Solche Brüche führen zu Mehraufwand und erschweren die Steuerung des Betriebs. "Genau hier setzen integrierte Lösungen an."

Erfolgsfaktor Partnerschaft

Neben der Technologie spielt auch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Implementierungspartnern eine entscheidende Rolle. "Technologie allein löst keine Probleme", betont Dittel. "Partner wie mit der Gantner DigiRest GmbH bringen tiefes Verständnis für reale Abläufe mit, gerade an den Schnittstellen zwischen Mensch, System und Prozess." In gemeinsamen Projekten geht es daher nicht nur um Integration, sondern auch um kontinuierliche Weiterentwicklung.

Die Zukunft: offene digitale Ökosysteme

Für Klaus Dittel ist klar, wohin sich die Branche entwickeln wird. "Ich bin überzeugt, dass die Zukunft in offenen Ökosystemen liegt." Plattformen wie necta.one schaffen die technische Grundlage und bündeln Daten, während Partner wie Gantner ihre Nähe zum Kunden und ihre Prozesskompetenz einbringen. "Gemeinsam entstehen so Systeme, die nicht nur heute funktionieren, sondern auch langfristig weiterentwickelbar sind." Am Ende geht es darum, Technologie so einzusetzen, dass sie den Betriebsalltag wirklich unterstützt und Verpflegungsbetrieben die Transparenz, Effizienz und Flexibilität gibt, die sie für die Zukunft brauchen.

 

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